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Toff, die Superschlampe ..... seit Sommer 2008 bin ich Mitglied der SUPERTRAMP-Tribute-Band DREAMER. Unsere Abenteuer ON THE ROAD könnt ihr hier mitverfolgen

STAGETIME ! Soviel Zeit vergeht noch bis zm nächsten DREAMER-Konzert

DREAMER-KONZERT-VORSCHAU


www.dreamer-supertramp.de

Fr, 17.11.2017 - Bonn (Nordrhein-Westfalen) Harmonie

Sa, 18.11.2017 - Emmelshausen (Rheinland-Pfalz) ZAP
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Sa 14.04.2018 - Bensheim (Hessen) Musiktheater REX

Fr, 11.05.2018 - Siegburg
(NRW) Kubana

Sa, 28.07.2018 - Dortmund
(NRW) Piano

Sa, 11.08.2018 - Wetzlar
(Hessen) Franzis

t.b.a. - Saarbrücken
(Saarland) Bel Etage

Helliwell, Hodgson und Toff (Harmonie Bonn, 31.01.15, Foto: Alex)

Noch 7 km bis zu den Liedern - DREAMER im Bocholter Flachland, wo die Erde noch eine Scheibe ist

TOFFBLOG - Sa, 04.11.2017

Bocholt (Nordrhein-Westfalen) Zum Pitt
Ein komplettes Wochenende und rund 800 Kilometer schlagen wir uns um die graubehaarten Ohren, um die lange Fahrt nach Suderwick westlich von Bocholt nachzuholen, die damals in den finsteren Zeiten von Tom Ausstieg gecancelt wurde.
Manfred Britzius, der Macher vom "Pitt", ist hartnäckig geblieben, und sowas muß ja irgendwann mal mit einem Besuch belohnt werden. Seine Kneipe hat einen gewissen Kultstatus im Flachland nahe der niederländischen Grenze („wie weit ist es hier bis Holland?“ – „ziemlich genau 300 Meter diese Richtung“); die Schnitzel sind schön saftig und die Gastspielliste ist auch ziemlich respektabel. Auch wenn das Ambiente etwas altbacken und der Konzertraum fraglos unterdimensioniert ist – Bühne und Technik lassen keine Wünsche unerfüllt. Nur beim Backstage-Bereich besteht akuter Handlungsbedarf: 2 Quadratmeter hinterm Vorhang und 2 Steckdosen sind zu wenig für 8 verschwitzte Leiber und ein halbes Dutzend hungrige Smartphones. Auch das Publikum kommt ganz schön ins Schwitzen: der Saal ist proppenvoll an diesem Abend und das Restluftvolumen geht gegen null, was die Fans nicht davon abhält, vor Begeisterung durch die niedrige Decke zu gehen.
Der November mag zuweilen ein unspannender Monat sein, aber in dieser Band gibt es keine unspannenden Momente. Nach dem Schock am Morgen des Open Airs im Völklinger Schillerpark ist unser amtlicher Drummer Michi in Reha und hat von seinen Ärzten ein amtliches Auftrittsverbot bis zum Ende des Jahres auferlegt bekommen.
Für die drei November-Gigs ist Steve Bellmann eingesprungen, mein Freund und Bandkollege bei ROLLSPLITT, und es ist beeindruckend zu erleben, wie er sich mit nur 2 Proben in das 150-Minuten-Supertramp-Material eingearbeitet hat. Mit seinem kraftvollen Drumming, daß sich ähnlich wie bei Wolfi Hail in Völklingen näher am Originalspiel von Bob C. Benberg orientiert, hält er uns in Bocholt erfrischend auf Trab. Das entspannt die Aussicht auf den bevorstehenden Wochenendtrip – unsere Mini-Tournee nach Bonn und in den Rhein-Hunsrück-Kreis.
Wir übernachten im Landgasthaus Brueggenhuette, 30 Meter vor der holländischen Grenze. Näher werden wir unserem Nachbarland nie wieder kommen.


TOFFBLOG - Mo, 21.08.2017

Völklingen (Hotel Albrecht, Schillerpark) Summer-Open-Air
Der Montag ist das Arschloch unter den Wochentagen. Und dieser Montag ist die Mutter aller Montage. Eigentlich sollte es heute ein nahezu routinemäßiges Dreamer-Feuerwerk in der legendären Konzertmuschel des Parkhotel Albrecht geben. Doch zehn Tage nach der grandiosen Regenschlacht am Kulturbahnhof, mitten in den Diskussionen um eine Abschiedstournee im kommenden Jubiläumsjahr und neun Stunden vor dem Auftritt beim Sommer-Open-Air schlägt die Horrornachricht unseres Drummers Michi ein, daß er heute nicht spielen kann. Kreislaufprobleme, kalter Schweiß, Verdacht auf Herzinfarkt, Krankenhaus.
Aus Schockstarre, Sorgen und Mitgefühl erwacht hektische Betriebsamkeit. Was tun? Unplugged ohne Schlagzeug spielen? Absagen? Unmöglich - laut Markus Albrecht werden an diesem lauen Sommerabend 2000 Besucher kommen. Bleibt nur eins - einen Drummer aus dem Stein schlagen. Fieberhaft telefonieren/ simsen/ whatsappen wir uns durch das halbe Saarland, aber es ist Montag, ein echtes Werktags-Arschloch - erreiche da mal jemanden, der Zeit hat, trommeln kann, Supertramp kennt und Supertramp trommeln kann.
Zunächst hagelt es Absagen, dann kommt Pino. Die Vernetzung mit anderen Supertramp-Tribute-Bands und der freundschaftliche Kontakt zu Pinos Projekt CENTURY’S CRIME führt dazu, daß deren neuer Schlagwerker Wolf Hail direkt nach Feierabend von Bad Kreuznach aus ins Saarland jettet.
Von unterwegs schickt er seine Setlist – die Songs, die er bislang einstudiert hat. Wir passen unser Programm daran an, übernehmen auch jene Lieder, die wir selber seit vielen Monaten nicht mehr gespielt haben, testen sie vorweg beim Soundcheck, bis Wolf eine anderthalbe Stunde vor Konzertbeginn in Völklingen aufschlägt. Dort liegt mittlerweile auch Michi – im städtischen Krankenhaus und damit in guten Händen.
Alle packen mit an, das Drumkit unseres Gastschlagzeugers fliegt förmlich auf die Bühne, Blechi checkt es in Nanosekunden, die ersten Besucher füllen den Park, während wir 2 Songs gemeinsam zum Soundcheck spielen. Für Wolf Hail, gennannt Wolfi, ist das ebenfalls eine Premiere – er hat diese Songs noch nicht live gespielt, soweit war er bei CENTURY’S CRIME noch nicht. Da läßt es sich auch Pino nicht nehmen, persönlich beim Konzert zu erscheinen und seinen neuen Drummer in Live-Action zu erleben. Rainer wird Pino später bei “School“ auf die Bühne holen, sie werden sich den Hodgson-Gesang teilen und das Publikum verzaubern. Soweit sind wir aber noch nicht, es ist 19 Uhr, ein Teil der Band geht essen, der andere Teil bleibt auf der Bühne und geht mit Wolfi Song für Song theoretisch durch – jedes vom Original abweichende Intro/ Outro wird von ihm notiert, er spielt nach Noten, alles vom Blatt, die Zeit drängt, der Schillerpark ist mittlerweile rappelvoll. Michi sendet eine Nachricht, es geht ihm gut, den Umständen entsprechend. Dann ist alles andere fast egal.
19:30 Uhr, Stagetime, die Bühne ist angerichtet, Markus Albrecht - der seine letzte Sommer-Open-Air-Saison in Völklingen abfeiert - und die Sponsoren halten kurze Reden, wir stehen hinter der Konzertmuschel bereit zum entern der Bühne, Wolfis Lockerheit ist ansteckend, und dennoch liegt eine Spannung in der Luft, die zum Schneiden ist.
Der Rest ist Geschichte. Das Konzert läuft ab wie am Schnürchen, die ein oder andere holprige Passage wird so souverän überspielt, daß es eine Freude ist. Nachdem Daniel dem Publikum unsere Notsituation schildert, steht es wie ein Mann (bzw. eine Frau) hinter uns, der Abend wird ein rauschendes Fest, so heftig umjubelt, daß der Veranstalter nach der letzten Zugabe gar noch eine allerletzte zuläßt, obwohl die Sperrstunde halb zehn längst überschritten ist. Wir spielen “Dreamer“ ein zweites Mal, da Wolfis und unsere Schnittmenge bereits erschöpft ist, und ebenso erschöpft verbeugen wir uns vor dem sagenhaften Publikum im Schillerpark. Irgendwie haben wir es doch wieder geschafft - Pino und Wolfi sei Dank! Wir senden Michi Erfolgsmeldungen und Genesungswünsche ins Krankenhaus. Dieser Tag hat alle wieder zusammengeschweißt und sehr sehr viel Kraft gekostet. Die Woche ist noch jung - es ist erst Montag…


Dreamer im Parkhotel Albrecht, Völklingen (Fotos: Kamil LeBlanc)

TOFFBLOG - Fr, 11.08.2017

Püttlingen (Saarland) Kulturbahnhof
It's raining again... bei unserer Rückkehr auf den malerischen Bahnsteig in Püttlingen herrscht das gleiche Sauwetter wie vor drei Jahren. Das versauert uns Aufbau und Soundcheck und wird viele potentielle Open-Air-Zuschauer zurück in die Couchpolster treiben. Dennoch finden sich tapfere Vierhundert am Bahnhof ein und trotzen der widrigen Witterung.
Nach der gewohnt souveränen Ansage von Heike Kolling-Krumm, Geschäftsführerin Kulturforum Köllertal, steigen wir zunächst ruhig ein mit dem eher selten gespielten "You Started Laughing", um dann mit "School" direkt das erste Ass auszuspielen. Running Gag: die Besucher, die erst später am Bahnhof einkehren, werden anschließend erstaunt fragen, warum wir "School" nicht gespielt haben.
Eine Bereicherung ist das großzügig ausbebaute "Acoustic-Set", in dem "Easy Does It" von Reiners Querflöte veredelt wird und das wir mit "Surely" einleiten - dem ersten Song, der jemals auf einem Original-Supertramp-Album erschienen ist (1970) - ein Kleinod, das Stefan und Rainer mit Inbrunst vortragen. Wir spielen ohne Pause durch, das geht an die Substanz und verhindert dennoch nicht, daß wir kurzfristig zwei Songs streichen müssen, um die Bahnhofs-Deadline "22 Uhr" nicht zu überschreiten. Der Regengott fühlt sich wohl, er schickt immer heftigere Schauer, die das begeisterungsfähige Publikum einfach ignoriert - am Schluss stehen alle in breiter Front und Regencapes tanzend vor der Bühne, manch einer wird sagen, das Programm sei noch besser/ kompakter als in der Bel Etage gewesen, 5 Monate zuvor. in Extremsituationen wächst der Mensch gerne mal über sich hinaus. Das gilt vor allem für das wackere Püttlinger Publikum, das wieder mal ein ganz Besonderes war. Und es wirft seine Schatten voraus auf das Konzert zehn Tage später in Völklingen.


TOFFBLOG - Sa, 20.05.2017

Siegburg (Nordrhein-Westfalen) - Kubana
Und wieder schlagen wir uns ein halbes Wochenende um die Ohren für die Fahrt in den "Regierungsbezirk Köln" (freilich ohne jemals in Köln gespielt zu haben). Weil ich beim achten Gastspiel in unserem kubanischen Wohnzimmer mich nicht zum siebten Mal wiederholen will, hab ich mal in Wikipedia gekramt. So ist das Wahrzeichen Siegburgs tatsächlich nach unseren Hauptmusikern an Schießbude und Tastenburg benannt: der Michaelsberg ist geologisch betrachtet ein erloschener Vulkan. Hier endet bereits die Kongruenz, denn DREAMER stehen meist kurz vorm Vulkanausbruch - auf der Bühne und erst recht dahinter, heiße Diskussionen über den gemeinsamen Weg in die Zukunft inbegriffen, rechtzeitig zum anstehenden zehnjährigen Jubiläum. Eigentlich ein kleines Wunder, daß es diese Band in fast unveränderter Besatzung schon so lange gibt, wo doch ihr Unterhaltungswert und ihr Organisationstalent geradezu diametral entgegengesetzt an beiden Enden der Richterskala liegen. Sobald wir auf der Bühne sind, zerfällt das Chaos in Spurenelemente und die Maschine läuft, darauf ist Verlaß - zur Freude unserer Münsteraner Freunde, die den 30. Konzertbesuch anpeilen. Auch die Masse des erlegten Wildbrets (aka die geschossenen Böcke) hält sich erstaunlich in Grenzen. Hat sich da der ein oder andere vom bandinternen Michaelsberg etwa heimlich vorbereitet?
Trotzdem ist nicht alles Gold an diesem Abend: der Publikumszuspruch war schon mal größer, die Gewölbe des Kubana sind an diesem Abend nur halb gefüllt. Woran liegts? Keine Ahnung... vielleicht braucht auch Siegburg mal eine Pause? Die haben wir jetzt - der Sommer steht vor der Tür, im August folgen zwei Open Air-Konzerte in heimatlichen Gefilden. Bis dahin darf der Vulkan ruhig vor sich hinrauchen.


TOFFBLOG - Fr, 24.03.2017

Saarbrücken (Saarland) Bel Étage
Das verflixte siebte Mal also dürfen wir die schönste Etage des Saarbrücker Spielcasinos beehren, was also kann ich schreiben, was ich nicht bereits sechsmal schrob? Zum Beispiel dies: "Mir gefallen deine Toffblogs" sagt mir Frau Thiel an diesem Abend, was mich gleichsam freut und erkennen läßt, daß mein Geschreibsel nicht ausschließlich von meinen Musikerkollegen, sondern auch von anderen Menschen "da draußen" gelesen wird.
Wir stehen zwei Tage vor der schicksalsträchtigen Saarlandwahl; Annegret, Anke und Oskar sind nicht im Publikum, aber Michaels Aufforderung (in Trump-Maske), wählen zu gehen und das Spielfeld nicht den Rechtspopulisten zu überlassen, hätte ihnen sicher gefallen.
Meinen Vorschlag, im Superman-Kostüm als SUPERTRUMP verkleidet den Spruch "Make Music Great Again" herauszuposaunen, hat er leider (oder gottseidank) nicht umgesetzt.
Herr Bruch, der Hausherr der Bel Etage, ist dieses Jahr wieder dabei und geleitet die zahlreiche Zuschauerschaft mit einer erlesenen Ansage in die DREAMER'sche Bühnenwelt, die von ihren Machern geschaffen wurde, um dem Publikum zweidreiviertel Stunden Gegenwartsflucht und Erinnerungsmassage zu verabreichen. Cooler Satz eigentlich.
Wie bei den vorangegangenen Märzkonzerten (s.u.) reservieren wir für das zweite Set die Aufführung des kompletten Albums CRIME OF THE CENTURY in Originalreihenfolge, und das nicht zuletzt deswegen, weil dieser Spruch schon seit Jaaahren im Bel Etage-Flyer drinsteht, obwohl wir das bislang nur einmal gemacht haben. Aber in diesen derangierten politischen Zeiten soll niemand auf die Idee kommen, im Programmheft würden auch nur noch Fake-News stehen.
Wie nicht anders zu erwarten, läuft die Dreamer-Maschine beim dritten Konzert in drei Wochen wie geölt, die Zahnräder des Mahlwerks greifen ineinander, daß es eine Freude ist, die man uns auch wieder bis in die letzte Reihe ansieht, miese Schauspieler, die wir sind.
Blechis Sound ist ein akustisches Sahnehäubchen; nach dem Schallwellensturm in Oberwesel ist er froh, wieder in heimischen Gewässern zu fischen. Und auch die Videoshow läuft im Hintergrund mit - Künstlerherz, was willst du mehr?
Etwas Verflixtes passiert dann dennoch ganz zum Schluß: nach der ersten Zugabe geht das Saallicht an und die Zuschauer hören auf zu klatschen, während wir hinterm Vorhang stehen und uns verdutzt (und erschöpft) (und euphorisiert) (und überhaupt) anschauen und realisieren, daß es heute keine zweite Zugabe geben wird und wir unsere gemeinsame Verbeugung vor und Ehrerbietung für unsere Fans unausgepackt wieder mit nach Hause nehmen müssen. Das sollte ALLEN zu denken geben, wenn 2018 im Märzen der Bauer die Kuhglocke schwingt und Herr Bruch womöglich sagen wird: "Heute zum achten Mal in der Bel Etage..."


DREAMER hängen vor der Bel Etage ab

TOFFBLOG - Sa, 18.03.2017

Oberwesel (Rheinland-Pfalz) Kulturhaus
Genau zwei Jahre ist es her, seit wir zum ersten Mal das "Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal" - und mittendrin gelegen das Kulturhaus in Oberwesel beehrt haben, dort wo sich Katz und Maus gute Nacht sagen, die Loreley (mit Ypsilon) von ihrem Felsen winkt und ein paar Flußbiegungen weiter der Rhein in die Saar mündet. Wo wir gerade bei Fakenews sind: Unser verrückter Keyboarder (guess who?) kommt mit der Maske des amerikanischen Twitterpräsidenten auf die Bühne, wird dafür kräftig ausgebuht, aber für das Wortspiel mit SUPERTRUMP ist uns jedes Mittel recht. Wie beim ersten Gastspiel wird es ein überaus angenehmer Aufenthalt, auch dank des rührigen Kulturhaus-Teams und der rund 150 Zuschauer, die den Saal leider nicht ganz so gut füllen wie seinerzeit. Und genau wie beim ersten Mal gibt es immense Soundprobleme: der Raum wirft die Schallwellen von der Bühne nahezu ungebremst zurück, Blechi Quixote kämpft gegen Windmühlen, bis er endlich alle Pfeiffer, Dröhner und Koppler eingefangen hat, die die brachiale Dampframme von Band entfesselt hat. Wir sind, ähem, LAUT. Kommt schon mal vor. Was ich noch sagen wollte: Stefan und Michi spielen wie eine Bank und Reiner spielt wie ein Gott! Jetzt isses raus. Im einzelnen: unser nicht ganz so verrückter Keyboarder spielt beeindruckenderweise fast nie einen Fehler. Mein Drummer Michi schon, aber es ist mir immer wieder ein Fest, mit ihm zusammen den Beton für unser musikalisches Fundament anzurühren. Und jedesmal, wenn Reiner zum Schlußsolo von CRIME OF THE CENTURY ansetzt und sein Saxofon sich allmählich hochschraubt bis zu jenem finalen Crescendo, ist das für mich der erhebendste Moment eines DREAMER-Konzertes.



TOFFBLOG - Sa, 04.03.2017

Bensheim (Hessen) - Musiktheater REX
Neues Jahr, neues Glück. Die DREAMER-Geschichte on the road geht weiter, als ob nix gewesen wäre. Ist es ja auch nicht. Und ich betrachte es nach wie vor als großes Glück, ein Teil dieses Chaotenkollektivs zu sein (wenn auch nur ein unbedeutendes, da ich weniger als 6 Saiten und somit auf der Schattenseite des Musikerdaseins spiele). Und es erfüllt mich jedesmal mit Glücksgefühlen, den Tourbus abzuholen, insgesamt viermal ein- und wieder auszuladen, nachts wieder vollgetankt zurückzubringen und dafür mit dem Anblick von Daniels tollem Körper belohnt zu werden - eine gestählte Silhouette vor hunderten hochgereckten Händen im Parkett eines gut gefüllten Clubs. Nur so als Beispiel.
Ein großes Glück ist es auch, im REX zu spielen. Hier läuft alles genauso entspannt wie im Vorjahr ab - von der streßfreien Anfahrt über die perfekte Bühnenorganisation bis hin zum begeisterungsfähigen Publikum, und sogar das Bierregal im Kühlschrank ist diesmal etwas besser befüllt. Essen gibts aus Riesenschüsseln in der Garderobe - so hat sogar der Bassist die Chance, etwas abzubekommen.
Als besonderes Schmankerl spielen wir bei unseren Märzkonzerten wieder das Album CRIME OF THE CENTURY von 1974 komplett am Stück (es ist auch das einzige Supertramp-Album, das wir komplett am Stück spielen können), und hier im südhessischen REX - das sogar saarländische Musikfreunde regelmäßig besuchen (wie uns saarländische Musikfreunde bestätigt haben) - kommt dieses Konzept auch sehr gut an. Auch wenn die Show von einem unserer Karlsruher Fans mit seinem Vortrag über HIDE IN YOUR SHELL ein wenig ausgebremst wird - wir lassen ihn gewähren, und das Publikum bleibt geduldig bei der Stange.
Genau wie im Vorjahr wird als Zugabe wieder die FOOL'S OVERTURE eingeklagt, und genau wie im Vorjahr spielen wir den 12-Minüter ungeprobt und gnadenlos - ja man kann fast sagen - gut! Und enden gerade rechtzeitig, bevor Drummer Michis schmerzende Handgelenke brechen. Tief in der Nacht nach erfolgreicher Busrückführung fällt der Bassist als letzter des Chaotenkollektivs in den verdienten Schlaf und darf endlich von Daniels tollem Körper träumen.




Die jüngere Vergangenheit:


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