Sie sind hier: TOFF.VITA

Bekanntlich habe ich die fatale Tendenz, meine Freizeit zu vergeuden ... auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit frühester Kindheit. Als Dreikäsehoch räume ich auf einer Faschingsfeier im Jugendfreizeitheim Neuweiler mühelos die Gewichte des Schwerathleten von der Bühne, die dieser zuvor vergeblich zu stemmen versuchte. Das Publikum tost. Der Knirps ist infiziert - für immer. Hier ist die Geschichte dieser Infektion.

Im folgenden "Lebenslauf" habe ich alle
Bands und Projekte aufgelistet, mit denen ich seit 1979 die Bühnen dieser Welt bestiegen habe, sowie deren (mehr oder weniger) offiziell erschienene Tonträger (*) mit Toff'scher Beteiligung.

Portrait of the artist as a young toff

CHRIS "TOFF" BRILL (19/03/1963) - - - Sternzeichen FISCHE (Foto: Frisch, 1990)

S h o r t c u t s :

TULIP TREE ...... HERMSEN SCHOLZ & BRILL ...... TAURUS ...... SULZBACHER KELLERTHEATER ...... NO XQS ..... LINIE 1 ..... ART ATTACK ..... TOFF SOLO ..... CINEMA ..... SONIC SEASON ...... PALO ALTO ...... BAD NEWS FROM TONY ......

A k t u e l l :
DREAMER ..... ROLLSPLITT ...... SAVOY TRUFFLE ..... SOLO ZIPPO .....

EL BASSTARDO ....... Toff beim CINEMA-CD-Release-Concert im Salzbrunnenhaus an Halloween 2004 (Foto: Reiner Eisenbeis)

Es beginnt immer mit einer Schülerband...


1977
- wir waren jung, hormongesteuert und ahnungslos.
Den Partykeller am Hammersberg verwandeln Gernot, Michael und Christoph, genannt "Brillo", Klassenkameraden der Tertia des Sulzbacher Gymnasiums, für ihre Rockshows in eine Konzertbühne - mit bunten Glühbirnen und Unmengen Staniolpanier. Das Schlagzeug ist aus Waschpulvertrommeln zusammengeleimt (Klementine sei dank ist das Konzentrat noch nicht erfunden) und liebevoll mit Alufolie verkleidet, die Gitarren unförmig aus Hartfaserplatten herausmodellierte Laubsägearbeiten, die Mikrofonständer bei genauerer Betrachtung Schrubberstiele. Das Licht wird gedimmt (falls es '77 schon Dimmer gibt), die Stereokompaktanlage aufgedreht, die Eltern im Wohnzimmer fallen von der Couch, während wir zu Deep Purple, Rainbow, Kiss, Uriah Heep und Manfred Manns Earthband die zukünftigen Rockstars in uns von der Leine lassen.
Im darauffolgenden Jahr werden die Papp-Attrappen durch die ersten akustischen Gitarren ersetzt, Ritchie Blackmore ist eines der Vorbilder (nicht meines), wir nennen uns STORMBRINGER, der Sturm allenfalls ein laues Lüftchen, aber Ironie ist uns damals noch fremd. Das erste Lied, an dem wir uns vergehen, ist Get Back - zwei Akkorde auf Schrammelgitarren, Stimmen im Stimmbruch und ein gnadenloser Kassettenrekorder. Es existieren Aufnahmen davon, eines meiner bestgehüteten Geheimnisse. Ich werde sie mit ins Grab nehmen.
Hornhäute wachsen auf den Fingerkuppen, Gitarrenlehrer quälen uns mit Tonleitern, Ferienjobs ermöglichen die ersten Gibson- und Strat-Kopien, jemand muß den Bass spielen, "Brillo" opfert sich, sein Held gleichen Vornamens und Sternzeichens ist eh Bassist, aber für einen Rickenbacker, wie Chris Squire (YES) ihn spielt, reicht das Geld nicht ansatzweise (...ein Wunschtraum, der sich erst 33 Jahre später erfüllen wird - die Zeit, der alte Drecksack...) "Wolle" aus der Parallelklasse hat ein Schlagzeug, Gerhard ist Schulsprecher, hat die berühmteste Flickenjeans des Saartales, schon damals elendig lange Haare und will Mick Jagger sein, die bekanntlich größte Rampensau des Universums. Der klamme Keller am Hammersberg wird unser Proberaum, wir spielen Purple, Stones, Neil Youngs Hey Hey, My My und erste eigene Songs, irgendjemand kommt auf die Idee mit diesem bescheuerten Bandnamen...

TULIP TREE

Tulip Tree September 1981, v.l.n.r.: Wolle, Gernot, Brillo (mit Gipsarm), Gerhard, Michael

Frühjahr 1980 - Frühjahr 1982:

Gerhard Müller (lead vocals)
Gernot Hahn (lead guitar, keyboard, vocals)
Christoph Brill (bass, guitar, keyboard, vocals)
Michael Schommer (rhythm guitar, bass)
Wolfgang 'Wolle' Schäfer (drums)

Gründungsmitglieder: Armin Rohr (voc), Dietmar Rau (key)

Die Band gibt in dieser Besetzung knapp ein Dutzend Konzerte im Saarbrücker Umland. Das Debüt steigt im Sulzbacher Klosterkeller (ich werde auf ihn zurückkommen müssen). Es folgen das ein oder andere JUZ, "Canossa", "Flash", immerhin ein bedeutsames Schulfest - alles ohne größere Erfolgserlebnisse, aber auch ohne größere Katastrophen. Okay, einmal kriegt unser Technikus vor der Bühne eine Ladung der selbstgebastelten Magnesiumblitze (!) als Spätzünder voll in die Visage, wir überleben alle. Die Wege trennen sich nach dem Abitur - Zivildienst, Bundeswehr. Der Klassiker.

Written, played, recorded and not very produced by Tulip Tree, Sept. 1981

Oben: TULIP TREE live 09.10.1981 Schulfest - Aula Theodor-Heuss-Gymnasium Sulzbach (Toff im Matrosenhemd; Querstreifen machten damals noch nicht dick)

HERMSEN, SCHOLZ & BRILL

Herbst 1983 - Winter 1984:

v.l.n.r.: Stephan Scholz (synth, dr comp), Christoph Brill (b, voc), Jörg Hermsen (g)

In der Wildnis von Daun unfreiwillig zusammengewürfelt aus allen Teilen Südwest-Deutschlands, rocken sie die Kompanie mit einer kruden Mixtur aus Fusion, Volksweisen und New Wave, um sich danach nie wieder zu sehen.

* HERMSEN, SCHOLZ & BRILL
Frankfurt-Bonn-Saarbrücken
(MC, 1983)

Jazz oder nie (7'46) / La Rotta (3'13) / Allemande (3'46) / Romanze in Blau (6'47) / Hurra, die Schule brennt (2'51) / 99 Katarinen braucht das Land im Sauseschritt (6'46)

Aufgenommen im Keller der 3. Kompanie (=Daun under)
auf TEAC-4-Spur, Dezember 1983
Live-Auftritte bei den Kompanie-Feiern Dez. '83 und '84

Für die Weihnachtsfeier der Kompanie im Dezember '84 vor Hunderten von Zuschauern stocken wir unser Trio um Schlagzeuger und zweiten Keyboarder auf; ich plane das heikle Unterfangen, bekannte Neue Deutsche Welle-Songs mit selbstverfassten satirischen Texten zu versehen, die die höheren und höchsten Dienstgrade kräftig durch den Kakao ziehen (aus Carbonara wird z.B. Paranoia) - quasi meine ersten Schritte als Kabarettist. Bei der Vorab-Qualitätskontrolle durch Kompaniespieß Phillips gibt es statt der erwarteten Zensur die Aufmunterung, ruhig noch kräftiger auf die Kacke hauen.
Mein Spieß. Mein Freund. Mein Förderer. Der Auftritt mit der Band wird ein Erfolg, drei Wochen später werde ich entlassen. Ehrenhaft.

Hauptmann W. lauscht OG Brill bei der Akkordarbeit - ein Erinnerungsfoto vom Dezember '84, mit dem Spieß Phillips seines Lieblingskameraden gedenkt (...und umgekehrt, auf ewig, danke!)


Wieder zurück in der Zivilisation, (üb)erlebe ich einen Auto- und einen Arbeitsunfall, die mich wieder öfter mit Jugendfreund Jöbbe zusammenbringen, der jetzt als (mein) Krankenpfleger arbeitet. Mein Architekturstudium beginnt, Ambitionen, Visionen und Haare wachsen ins Uferlose. Ex Abitur- und TULIP TREE-Kollege Gernot reaktiviert meine Musiker-Seele. Seine Coverband sucht noch einen griffigen Basser - und einen griffigen Namen...

TAURUS

Frühjahr - Herbst 1985:

Gernot Hahn (lead vocals)
Stefan Gallmann (guitar, backing vocals)
Stefan Bauer (guitar)
Stefan Decker (acoustic & simmons drums)
Christoph Brill (bass, backing vocals)

Mainstream-Rock-Coverband mit immensem Kurzzeiterfolg

TAURUS live am legendären 4. Mai 1985, Aula Wirtschaftsgymnasium Saarbrücken

* TAURUS - Live in Püttlingen (2 MC, 1985)

A: Can't find me a thrill / Love somebody / Eye of the tiger / Starstruck / Don't take me for a loser / Gimme all your lovin' / Always somewhere / Doctor doctor - B: Talkin' in your sleep / We will rock you / Now I'm here / Walking on the moon / Do you feel right / Easy lover / Ice cream man / On the run
C: Still loving you / Acoustic guitar solo / La Grange / Roxanne / Eruption / You really got me / Ain't talkin' 'bout love / Rock you like a hurricane - D: Ich hau ab / Can't stand losing you / I can't stand the rain / Ghostbusters / Gimme all your lovin' (Studio) / Talking in your sleep (Studio)

(Live-Bootleg vom Konzert im Püttlinger Park, 17.08.1985)

Höhenflug und Absturz - der Stier schnaubt nur einen Sommer...
In Rekordzeit wird von TAURUS ein Programm aus Rockklassikern und Gassenhauern zusammengeschraubt (Police, Scorpions, ZZ Top, Van Halen etc.), mit dem das Schulfest des WG Saarbrücken gesprengt wird: ein Debütkonzert mit legendären neun Zugaben, ein unvergeßliches Erlebnis (fragt Eric und Manuel, sie waren dabei). Es folgt ein Gig im Vorprogramm von Scorpions-Drummer Hermann Rarebells Hobbyband RS Rindfleisch beim 20-jährigen Jubiläum der Blackbirds. Nach wenigen Monaten und zunehmend frustrierenden Engagements (Tiefpunkt: Life is Life bei den Jusos) brechen TAURUS auseinander. Differenzen über die musikalische Ausrichtung, auch dies ein Klassiker. Aus den TAURUS-Splittergruppen entsteht - nichts Neues. Ich schüttele fassungslos meinen Kopf, wische den Mund ab, suche nicht nach neuen Herausforderungen - und finde sie sofort...

SULZBACHER KELLERTHEATER

Einer flog über das Kuckucksnest (mit Leo und Toff, 1990)

Das doppelte Toffchen

Herbst 1985 - April 2002
sowie März 2006 - Juni 2007:

Zwei Jahrzehnte aktives Mitglied mit unzähligen textlichen und musikalischen Beiträgen zu Theaterstücken und Kabarettprogrammen, u.a. "The Sulzbach Rap" (im SR gesendet), "Saarland Power" (authorisiert von Konstantin Wecker), "Sie baut wieder um", "Nach der Werbung geht es weiter"; Soundtracks zu "Tod" (Woody Allen) und "Tod eines Handlungsreisenden", Arrangement der Titelstücke zu "Außer Kontrolle" und "Ein mörderischer Unfall"


Spätsommer 1985 - der Beginn einer großen Leidenschaft: zusammen mit Sabine (damals noch die "rote Kuhni") betrete ich wieder den Sulzbacher Klosterkeller, seit 1983 Spielstätte der "Theatergruppe der Pfarrei Allerheiligen", die sich aus Kishon-, Loriot-und Agatha Christie-Adaptionen entwickelt und schon bald unter dem Namen KELLERTHEATER die Bühnen des Saarlandes erobern wird. Diese eingeschworene Truppe (mit dem Nukleus Leo, Markus und Jöbbe) wird fester Bestandteil meines Lebens - weit über blutsbrüderliche und verwandtschaftliche Banden hinaus - und bietet mir fast grenzenlose Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung auf und hinter der Bühne, mit Musik und Texten, Regie und Bühnenbau, im Klosterkeller, in der Aula des Alten Gymnasiums, auf Tourneen nach Hamburg oder ins Salzkammergut, auf Theaterfestivals oder im Saarbrücker Schloßkeller, als jahrelanger Publikumsmagnet auf dem Sulzbacher Salzbrunnenfest, in Stücken von Heinrich Böll ("Aussatz"), Woody Allen ("Tod"), Arthur Miller ("Tod eines Handlungsreisenden"), Joseph Kesselring ("Arsen und Spitzenhäubchen"), Dieter Hildebrandt/Szöke Szakall ("Das Streichquartett"), Pavel Kohout ("Krieg im 3. Stock"), den z.T. selbstverfassten Kabarettprogrammen "Dunkelgraue und andersfarbige Szenen", "Der rote Faden", "Nach der Werbung geht es weiter", "Härter bis wolkig" und und und...
Meine liebsten Rollen: zweifelsfrei R.P. McMurphy in Dale Wassermans "Einer flog über das Kuckucksnest" (1990), die zwielichtigen Dürrenmatt-Charaktere Maximilian Korbes ("Abendstunde im Spätherbst", 1994), Sir Isaac Newton ("Die Physiker", 1987) und allen voran Staatsanwalt Zorn (in Friedrich Dürrenmatts Magnum Opus "Die Panne", 1995) - doch keine Rolle liegt mir so am Herzen wie die des Lloyd Dallas, Regisseur einer debilen Theatergruppe, die sich auf einer Tournee selbst zerfleischt, in Michael Frayns Metatheater "Der nackte Wahnsinn" (1997/98), die anspruchsvollste und erfolgreichste aller Produktionen in der Geschichte des Kellertheaters.
Nach dem ebenfalls enorm erfolgreichen "Außer Kontrolle" (Ray Cooney, 2002), bei dem es backstage gewaltig im Theatergebälk knirscht (wie in jeder guten Ehe), verlasse ich das Kellertheater auf Nimmerwiederspielen. Nur um im März 2006 für eine Spielzeit zurückzukehren: das neue Domizil Jahnturnhalle wird mit der Schwarzweiß-Inszenierung "Arsen und Spitzenhäubchen" erobert, die erneuerte Gruppe um Regisseur Enrico Tinebra (E.T.) verhilft mir in der Cary Grant-Rolle als leidgeprüfter Mortimer Brewster zu neuen Begeisterungsstürmen. Danach ist für mich Schluß (...von einem neuerlichen "Streichquartett"-Intermezzo zum 30-jährigen Jubiläum abgesehen). Und mit einer Träne im Knopfloch erkenne ich: das Kellertheater kann sehr gut auch ohne mich.

Toff in den Kellertheater-Inszenierungen "Abendstunde im Spätherbst" (1994), "Die Panne" (1995), "Der nackte Wahnsinn" (1997), "Arsen & Spitzenhäubchen" (2007)

* KELLERTHEATER - SoundTracks 90-92 (MC, 1992)

A: Musik zu "Tod eines Handlungsreisenden" ('92):
Willy's Theme (3'36) / Woman's Theme (5'18) / Ben's Theme (3'41) / Father Loman's Theme (1'58) / Boys' Theme (3'32) / Requiem (2'43) / Willy's Theme (Reprise) (2'26) (Kompositionen: Jöbbe & Toff)

B: "Sammelsurium" ('90-'92):
Treib-Jingle (0'42) / Hot Mash (Der Brei ist heiß) (4'17) / Monster Movie (4'21) / The Sulzbach-Rap (4'48) / Sie baut wieder um* (Euthymia) (3'53) / End-Zeit (7'07) (Kompositionen: Toff - außer: * Koller, Dzikowski/Toff)

Toff (g, key, b, dr comp, perc, voc); Jörg "Jöbbe" Zimmer (key, voice), Sabine Kuhn (voc, flute), Christa Eisenbrandt (voc), Markus Wantz (voc)


NO XQS

1995 - 1996:

v.l.n.r.:

Gerd Holderbaum (guitar, bass, vocals)
Klaus Bock (lead guitar)
Toff (guitar, bass, drums, vocals)
Jörg Zimmer (vocals)

Band-Projekt meines brother-in-arms Jöbbe. Wir spielen Songs von Tom Petty, Crowded House, Del Amitri und Fury in the Slaughterhouse, aber auch eigene. Für kurze Zeit geben Stefan Lauer (key, heute bei DREAMER) und Jo "Johansson" Philippi (dr, später PEER GYNT, STROMBERG, ROXANNE u.a.) ein Stelldichein; Toff bedient zunächst das Schlagzeug. Im November '95 spielen NO XQS (sprich: No Excuse) im Neunkircher Töff-Töff (sic!), unser Leadgitarrist verbockt um ein Haar den Gig, da sein "Auflockerungs-Joint" beim jungen Gast-Drummer einen totalen Filmriss verursacht. Drogen sind Scheiße. Alkohol auch: der Folgegig in Illingen muß gecancelt werden aufgrund eines zeitnahen Kollateralschadens im Vollrausch, Bockmist auch hier. Durch ähnliche Eskapaden zerbröselt die Band. Immerhin reicht die Energie für eine Teilnahme am SAAR-ROCKY; unser Demo Stone crow blue / M' krazee girl (März 1996) verhilft jedoch nicht zum Finaleinzug in die Saarbrücker Garage. Ein paar der besseren Aufnahmen sind auf CD zu hören:

* NO XQS - There's No XQS (CD, rem. 2009)
1. Stone Crow Blue (4'35) / 2. M‘Krazee Girl (4‘06) / 3. Lady In My Mind (5'00) / 4. Hold Me Now (5'30) / 5. Get Ready (3'29) / 6. Always Feel Like Monday Morning (3'51)
Demos & Rehearsals (02/95-06/96, remastered 2009)



LINIE 1


Nov. 1996 - Apr. 1997:

Musicalprojekt des Dudweiler Statt-Theater
mit einem Stück des Grips-Theater Berlin;
Inszenierung: Babett Landsberger

Toff (b, g), Andreas Scherer (dr), Michael Philippi (key)

Live-Tournee-Band der erfolgreichen Musical-Produktion "Linie 1" des Dudweiler Statt-Theaters
.

Andreas und Toff alias Los Paranoias gründen nach der Tour der Linie 1-Band im Frühling '97 das Trio SLIGHTLY LOST in der kurzlebigen Besetzung Andreas Scherer (dr, g, voc), Toff (g, voc) und Kirstin Bethscheider (voc). Es gibt einige wenige Probeaufnahmen, u.a. der spätere CINEMA-Song Wot kinda Moses oder Mrs. Counter-Clockwise von meiner Solo-CD TOFFROCKS. Nach 1997 verlieren wir uns aus den Augen. Andreas war eine ganz eigene Type. Mit einem ganz eigenen Tumor. Er starb mit Mitte 30. Was für eine gottverdammte Scheiße. R.I.P.

ART ATTACK

Freies Theaterprojekt

Juli 1998 - Sept. 1999:


Mörderkarussell
Krimi-Groteske von Sam Bobrick und Ron Clark
9 Aufführungen zwischen 23. Januar und 11. September 1999, u.a. Schloßkeller Saarbrücken, Stadthalle Landstuhl, Dudweiler Statt-Theater; Interview im SR
Mit Toff, Markus Bramer, Elke Pfeiffer; Andreas Bramer. Regie: Babett Landsberger.

Wir gründen die Freie Theatergruppe am 16. Juli 1998 an der Schnittstelle Sulzbacher Kellertheater/ Dudweiler Statt-Theater und verbringen in den Räumen des Sulzbacher Gutenberghauses ("Frauenwerkstatt") mehrere Monate massiver Probenarbeit zwischen Ausdrucksmaximierung und seelischer Selbstzerfleischung. Regisseurin Babett Landsberger treibt uns mit Verve und Weitsicht an die Grenzen unserer mimischen Fähigkeiten - und darüber hinaus. Eine Tour de Force in Minimalbesetzung, die mit Abstand intensivste und nachhaltigste Theatererfahrung meines Lebens. Folgerichtig implodiert das Projekt Art Attack nach der letzten Aufführung im September 1999.


TOFF (SOLO)

* TOFF ROCKS (CD, 1999)

Selfish Shellfish (2‘43) / M‘Krazee Girl (4‘05) / Mrs. Counter-Clockwise (4’32) / Welcome To Mars Hotel (4’03) / Train Of Thoughts (Running Off The Rails) (4’32) / Slightly Lost? (4’53) / Augenblick (4’22) / Open Your Mind (4’59) / Vrok! (4’38) / The Old Ragged Sailor (3’34) / Walkman Music For Galactic Hitchhikers (4’09)

Demos '93 - '97 -
All songs, instruments, noises & voices: Toff
Neuauflage im Sommer 2009 in einer überarbeiteten Fassung


Seit Ende der 70er sammle ich meine HOME-RECORDINGS auf Kassette - anfänglich improvisierte Ein- oder Mehrspuraufnahmen, ab Juli '91 auf TOA 8-Track-Recorder (der dann geballte Anwendung im Kellertheater findet). Dies ist meine bislang einzige Solo-CD - eine private Werkschau mit gesammelten Aufnahmen und Demos, die mir die Türen zu CINEMA öffnen (die dann auch Train Of Thoughts dauerhaft ins Liveprogramm übernehmen), kompiliert und remixed im Winter '98.
"Ein echter Overkill an Stilvielfalt: von epischem Independent-Rock (Mrs. Counter-Clockwise) über Prog Blues (Slightly Lost?), einer Irish Folk-Parodie mit sirtakischem Einschlag (The Old Ragged Sailor), Crimson'esken Gitarrengewittern (Vrok!), Exkursionen in Trip Hop (Mars Hotel) und Avantgarde-Gefilde (Open Your Mind, mit rückwärts laufenden Ligeti'schen Orchesterschleifen) bis zu melodischem Indie-Pop (Train of Thoughts) und pathetischem Deutschrock (Augenblick), und als Sahnehäubchen den PS-starken mehrstimmigen Powerpop von M‘Krazee Girl (an dem sich NO XQS und CINEMA vergeblich versuchten)" - dies alles wird von der internationalen Musikpresse verschwiegen.


CINEMA

Cnema (2005)

1999 - 2008:

v.l.n.r.:

Toff (guitars, mandolin, bass, keyboard, vocals)
Didier Quint (guitars, vocals)
Karin Johnson (vocals)
Manuel Matt (drums, loops, percussion, vocals)
Rainer A. Laufer (vocals, basses, keyboard)


Die 1988 von Didier Quint gegründete Melodic-Rock-Band mit Prog-, Folk- und AOR-Tendenzen durchlebt in ihren 20 Jahren verschiedene Inkarnationen. Das klassische CINEMA-Line-Up mit Didier, Karin, Rainer, Christoph Pott (key) und Tom Konz (dr) veröffentlicht 1997 die CD "Three weeks in little Italy". Nach einem großen Umbruch stößt 1999 Toff hinzu, für kurze Zeit ist auch Stefan Lauer (key) dabei. CINEMA überzeugen mit starkem eigenem Songmaterial und hohem Qualitätsanspruch, der allerdings nie adäquat umgemünzt werden kann.
Im Gedächtnis meiner CINEMA-Zeit bleiben das Rooftop-Concert zu Beginn des neuen Milleniums auf der Dachterrasse der Villa Vopelius, auf der wir die Sulzbachtalstraße überschallen (und zum einzigen Mal das 25-minütige Magnum-Opus Orpheus Bride aufführen) sowie das CD-Release-Konzert im Salzbrunnenhaus an Halloween 2004. Denn im Sommer dieses Jahres entsteht im Lebacher Friendship-Tonstudio - meine erste professionelle Studioerfahrung - das Album "Upsidedownsideup": druckvoller, kompakter und kantiger als das proglastige Debüt, mit dem beängstigend eingängigen Titelsong, der es fast bis ins SR-Radio schafft. Fast. Die CD will niemand hören, geschweige denn kaufen. Die zunehmend mit Coverversionen angereicherte Setlist (u.a. mit Tears for Fears "Sowing the Seeds of Love", Coldplay "Clocks", It Bites "Still too young to remember", Queen "Somebody to love") ist enorm unterhaltsam - und enorm erfolglos. Da keine Ambitionen bestehen, zu Dumpingpreisen "in jede Steckdose" zu spielen, ziehen die Cinemasten 2008 im Zuge des aufkommenden DREAMER-Booms den Stecker...

* Upsidedownsideup (CD, 2004)

No Way Out (6'41) / Over + Over (5'00) / Out Of Your Arms (4'49) / Upside Downside Up (3'48) / Hold Me (7'08) / Under Pressure (4'06) / (Ghost Track) (3:16)

All instruments & vocals: Cinema [Credits] [194 KB]
Aufgenommen im Friendship-Studio, Primsweiler, Juni - Juli 2004.
Abgemischt von Werner Frey. Cover: Reiner Eisenbeis, Booklet: Leo Klein.


-> CD-Kritik METAL HAMMER [225 KB]
-> CD-Kritik "ADL" (Österreich) [64 KB]
-> CD-Kritik METAL HEART (Stefan Pfefferle) [236 KB]

Cinema im Studio 2004

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

The Acoustic Cinema 2002 - Toff, Didier, Manuel, Rainy (und Karin im Mutterschutz)

Cinema LIVE 2004

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.



2006 wirken Didier (als Studio-Gitarrist) und Rainer (als Akteur und Sänger) beim Rock-Musical Schattenblind mit. Bei diesem Netzwerk von Musikern kommt es zwangsläufig zu neuen Verbandelungen, z.B. mit Daniel Bauer und Michael Zöller, zwei weiteren Hauptakteuren des Musical-Cast. Man kennt und schätzt sich, man sucht Mitwirkende für ein neues Band-Projekt - so werden Schattenblind und Cinema die Keimzellen einer Tribute-Band, die im Frühjahr 2008 durchstartet ...

DREAMER

seit Juli 2008:

v.l.n.r.: Daniel Bauer (voc, perc), Thomas Lay (sax, harp, perc)*, Stefan Lauer (key), Didier Quint (g, voc), Chris „Toff" Brill (b, voc), Rainer A. Laufer (voc, perc), Michael Münster (key), Michael Zöller (dr). Technik: Jo "Blechi" Blechschmidt.
* seit Oktober 2014: Reiner Kuttenberger (sax, clarinet, flute, harp, perc)

2007 von Daniel Bauer und Michael Münster gegründet, rekrutiert sich die Saarbrücker SUPERTRAMP-TRIBUTE-Band zu großen Teilen aus dem Line-Up des Musicals "Schattenblind" und der Band CINEMA. Im Februar 2008 geben DREAMER ihr umjubeltes Debüt-Konzert in St. Ingbert. Als nach vier Gigs das Gründungsmitglied Stefan Debus aussteigt, wird kurzerhand Toff gefragt, ob er den vakanten Posten am Tieftöner übernimmt. Die Antwort dürfte hinlänglich bekannt sein ... und hält seither einen großen Teil dieser Website in Atem.

-> Toffonline / Dreamer
-> www.dreamer-supertramp.de


SONIC SEASON

Sonic Season 2012 (Foto: Guy Wolff, mit freundlicher Genehmigung von Télécran)

Oktober 2011 - Juli 2012:

Die preisgekrönte saarländisch-luxemburgische Band, 2001 gegründet von Alexandra Schwarz (el. & nylon guitar) und Sonja Hewer (vocals, ac. guitar, flute, perc.), verstärkt durch Laurent Dura (drums, cajon & perc.) und dem DREAMER Stefan Lauer (key), wird für eine sonische Saison von Toff (bass, mandolin, vocals) begleitet. Eine anregende Erfahrung, in einer Band mit zwei "Frontfrauen" zu spielen, eine echte Bereicherung und Erweiterung meines nicht gerade beengten musikalischen Horizontes. Die Band hat (noch mit dem langjährigen Bassisten Bernd Schäfer) gerade ihr viertes Album eingespielt. Zur Präsentation von "Changes and Steadiness" begleite ich Sonic Season von Oktober 2011 an bei insgesamt zehn Konzerten, u.a. in Illingen, Walferdange (Luxemburg), Mondorf-les-Bains (Lux, "Purple Idols" im Casino 2000), Dillingen (Lokschuppen, CD-Release-Konzert), Esch-sur-Alzette (Rockhal-Café, luxemb. CD-Release), Rémelfing (Frankreich, Fete de la musique), Wadern (Marktsommer) und auf meinem Abschiedskonzert in Heisdorf (Tricentenaire, Luxemburg).

Changes and Steadiness erscheint im Frühjahr 2012

Sonic Links


-> Changes & steadiness - Toffs CD Review [49 KB]
-> Sonic BIO / Mehr Lust zu rocken [217 KB]
-> Sonic Season-Interview auf www.wort.lu
-> SHOWTIME - Live 21.06.2010, Luxemburg
-> THIN LINE - Official Video (M: Alex, T: Sonja)

Sonic Season Live 2012

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.



In jedem Ende steckt auch ein neuer Anfang


Nach Toffs Abschied und dem letzten gemeinsamen Konzert am 7. Juli 2012 im luxemburgischen Heisdorf entschließt sich "Bandleaderin" Sonja, Laurent und Stefan durch "professionelle" Musiker zu ersetzen, worauf auch Mitgründerin Alex die Band verläßt, die Sonja fortan in reduzierter Besetzung unter dem Namen Sonic Season weiterführt.

Im August treffen sich Alex (jetzt Ex-Sonic Season) und Toff (Dreamer, Ex-Sonic Season) zu einer Probe und gründen ein gemeinsames Bandprojekt ...

PALO ALTO

PALO ALTO - Juni 2013 (Fotos: Copyright Alex, Peter & Toff)

Alex & Toff

August 2012 - Juli 2013:

PALO ALTO sind 2012 aus den Scherben von Sonic Season hervorgegangen und bestehen aus
Peter Schönberger - Drums
(früher Shadowplay)
Alexandra 'Alex' Schwarz - Guitar, Vocals
(SoLexx, Blackberry Sea, Rollsplitt, früher Sonic Season, Shadowplay)
Chris 'Toff' Brill - Bass, Vocals

"Selbst auferlegte Einschränkungen wirken befreiend."
(Joe Jackson)

Zum Aufwärmen spielen wir zwei Coverversionen der Band of Skulls. Dann entstehen - zusammen mit Alex - ein halbes Dutzend Eigenkompositionen, die zu den besten meines Lebens gehören. Seit Juli 2013 liegen die Songs auf Eis... doch zwei davon werden vier Jahre später wundersam von Savoyer Trüffelschweinen aufgelesen...




BAD NEWS FROM TONY

Bad News From Tony


Die ehemalige Schulband des BBZ St. Ingbert, gegründet von Ex-Cinema Manuel Matt, hat sich zur niveauvollen Popband gemausert ... und hat neben Cover-Material (U2, Adele, Journey, Söhne Mannheims etc.) auch den Song DEEP INSIDE MY HEART im Repertoire, den Toff komponiert und zuvor bereits mit NO XQS und CINEMA gespielt hat. Aber erst durch den formidablen Gesang von Samantha Hubertus, Natalie Schmidt und Frida Scheidhauer wird ein Schuh draus - und erscheint im Sommer 2015 als Eröffnungsstück der zweiten Tonys-CD "2:69". Weitere Kollaborationen nicht ausgeschlossen!

-> DEEP INSIDE MY HEART (www.youtube,com)


ROLLSPLITT

seit April 2015:

ROLLSPLITT waren ein Jahrzehnt lang im nördlichen Saarland die Nr. 1 der Cover- und Party-Rockbands. Von den frühen 90ern an gaben sie unzählige Konzerte bis zur Auflösung 2003. Zehn Jahre später dann das umjubelte Benefiz-Reunion-Konzert im Losheimer Lokschuppen. Nach dem Ausstieg der langjährigen Mitglieder Markus Müller (Bass) und Manfred Ternig (Sax) starten ROLLSPLITT im Sommer 2015 wieder durch - mit TOFF am Tieftöner!

Aktuelles Line-up: Alex (lead guitar), Patrick (voc, keys), Steve (drums), Nero (voc, guitar, harp), Marilyn (voc), Toff (bass, voc)

Ein Jahr mit ROLLSPLITT auf der Piste (2015-2016) (PDF) [57 KB]


Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Neujahrsempfang mit ROLLSPLITT am 02.01.2016 im Keller Mettlach (Foto: Winfried Hoffmann)



SAVOY TRUFFLE

Savoy Truffle (Foto: Steven Gläser)

seit Januar 2017:

"Unchartable Pop" - die weit über Saarbrücken hinaus bekannte Band um Zippo Zimmermann überzeugt seit fast 30 Jahren mit ihrer "Lust am üppigen Soundgewand und am herrlich überflüssigen Detail". SAVOY TRUFFLE spielen ausschließlich Eigenkompositionen, haben über die Jahre 7 offizielle CDs veröffentlicht - und mit Toff ein neues Trüffelschwein in ihren Reihen.

Savoy Truffle - Website

Savoy Truffle (Foto: Katrin Reis)

Savoy Truffle (Foto: Katrin Reis)



SOLO ZIPPO

SoloZippo (Photo: © Katrin Reis)

seit Frühjahr 2017:

"Zippo Zimmermann (Savoy Truffle) singt eigene Songs, Erich-Kästner-Vertonungen und ein paar seiner Lieblingslieder und begleitet sich selbst auf dem Klavier sowie dem ein oder anderen weiteren Musikinstrument.
Verstärkt wird er durch Alexandra Schwarz an Gitarre & Background-Gesang und Toff am elektrischen Standbass.
Freut Euch auf einen vergnüglichen Abend voller hoffnungsloser Liebesgeschichten, missglückter Beziehungen und gescheiterter Kommunikation in deutscher und englischer Sprache!"

www.solozippo.de



. . . . to be continued . . . .